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| » zurück zur Liste der aktuellen Mitteilungen | | 11.12.2007 | | Richtigstellung | Die Geschäftsleitung von Jobbull will sich aus gegebenem Anlaß die Zeit nehmen, folgendes richtig zu stellen:
Das ZDF, strahlte im Rahmen der Serie "Frontal21, am 4.12.2007 einen Bericht aus unter dem Titel "Schicksal Leiharbeit".
In diesem Bericht wurde erwähnt, dass sich im Jahr 2007 in Deutschland etwa 600.000 Arbeitnehmer in einem Dienstverhältnis bei einem Unternehmen der Leiharbeitsbranche befanden. Für das Jahr 2008 wird diesbezüglich eine Zahl von 800.000 Arbeitnehmern prognostiziert. Sinngemäß wurden in dieser Reportage diese 600.000 Arbeitnehmer als "Arbeitnehmer 2.Klasse" bezeichnet. Begründet wurde diese Aussage damit, dass "diesen Arbeitnehmer eine Festanstellung versprochen wurde, zu welcher es nie kam" und dass "diese Arbeitnehmer oft weite Anfahrten zum Arbeitsplatz von oft über 100 km in Kauf nehmen müssen." Weiters wurde behauptet, dass "Arbeitnehmer von Leiharbeitsfirmen zumeist miese Jobs machen" ..., "über Jahre keinen Urlaub haben, da sie kein Geld haben" ... und "EUR 950,- netto pro Monat verdienen würden". Auffallend war an diesem Bericht, dass alle Interviewpartner, die als Arbeitnehmer von Leiharbeitsfirmen präsentiert wurden nur von hinten zu sehen waren, zumeist "verkleidet" waren mit Kapuzen-T-Shirts oder dergleichen, dass diese jedenfalls nicht erkennbar waren und zumeist auch noch deren Stimme verzerrt war. Behauptet wurde obendrein, dass "Leiharbeiter weniger Geld verdienen würden als Festangestellte." Als Strategie von Leiharbeitsfirmen wurde angeführt, dass diese argumentieren, "dass Leiharbeit irgendwann zu einer festen Anstellung führen würde".
Der Bericht vom 4.12.2007 spricht weiters von einem "Klebeeffekt" und meint damit, dass "aus Leiharbeit fixe Arbeit wird". Der Bundesverband für Zeitarbeit in Deutschland nennt diesbezüglich eine Quote von 30 - 40%. In der Folge wird der Terminus "reguläre Arbeit" verwendet für alle Nicht-Leiharbeitsverhältnisse, was aus Sicht von Jobbull den Schluß zuläßt, dass man in dieser Reportage Leiharbeit offensichtlich als "irreguläre Arbeit" betrachtet.
Die wohl verwunderlichste Aussage in dieser Reportage wird insofern getroffen, als behauptet wird, dass "die Steuerzahler Leiharbeit subventionieren und finanzieren, da ein Großteil der Leiharbeiter HartzIV-Empfänger seien". Bleibt abschließend noch zu erwähnen, dass der Bericht die "Altersarmut als Schicksal der Leiharbeiter" in den Raum stellt.
Der Vollständigkeit halber wollen wir an dieser Stelle auch den Bericht der Arbeiterkammer auf salzburg.orf.at vom 7.12.2007 anführen, welchen Sie über folgenden Link erreichen: http://salzburg.orf.at/stories/241160/
Jobbull will nun allen Lesern dieser Mitteilung die Möglichkeit geben, diese Behauptungen zu kommentieren. Jobbull wird die Kommentare an dieser Stelle unverändert und unzensiert veröffentlichen. Bitte teilen Sie uns Ihre Meinung bzw. Ihre Erfahrungen mit per Email an office@jobbull.at! Wenn Sie wollen, dass wir Sie namentlich erwähnen, teilen Sie uns das bitte ebenfalls mit, damit wir uns nicht den Vorwurf unseriöser Berichterstattung gefallen lassen müssen.
Nun will die Geschäftsleitung allen Lesern dieser Mitteilung ihre Sicht der Dinge zu oben dargestellten Vorwürfen nicht vorenthalten:
"Mit dem Zweiten sieht man besser", heißt es doch so schön, oder? Jobbull meint, dass man mit zwei Augen noch besser sieht. Oder, dass oftmals nicht zu viele "Augen zugedrückt" werden sollten, wenn man sich das Mäntelchen der objektiven, journalistischen Berichterstattung umhängt.
Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass offensichtlich die Situation der Leiharbeiter in Deutschland mit jener in Österreich nur bedingt verglichen werden kann.
Jobbull will und kann sich bei folgenden Richtigstellungen nur auf das eigene Unternehmen beziehen und distanziert sich an dieser Stelle von Vorgangsweisen etwaiger Mitbewerber, die auf oben angedeutete Zustände zutreffen könnten.
Zum "Versprechen einer Festanstellung": Sofern dies nicht mit unseren Kunden ausdrücklich vereinbart wird im Sinne eines Integrationsleasings, rekrutiert Jobbull niemals neue Mitarbeiter mit dem Versprechen, dass diese im Unternehmen des Kunden eine fixe Stelle bekommen werden. Es ist gängige Praxis bei Jobbull, dass wir Bewerber fragen, ob diese wissen, dass sie mit einer Zeitarbeitsfirma sprechen und ob diese wissen, was das im Detail für sie als potentiellen Mitarbeiter bedeutet. Falls aus dem Lebenslauf des Bewerbers nicht klar hervorgeht, dass dieser z.B. seit Jahren in Zeitarbeitsfirmen gearbeitet hat, erklären wir dem Bewerber seine Rechte, Pflichten und Möglichkeiten vorab. Es ist unsere Erfahrung, dass ein Großteil der Bewerber schon aufgrund unseres Firmennames weiß, dass er mit einer Zeitarbeits-, Leiharbeits-, Personalleasingfirma spricht und dies auch in der Regel wünscht.
Zur "weiten Anfahrt" und den "miesen Jobs": Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen werden Fahrtwege von Jobbull bezahlt. Nicht nur in den USA, auch in Europa gibt es mit Sicherheit unzählige Arbeitnehmer, die unbezahlt (!) mehr als 100 km zum Arbeitsplatz anreisen und über den Begriff "weit" bei 100 km nur schmunzel können. Jeder Mitarbeiter von Jobbull wird vorab auf Basis der Vorinformationen durch unsere Kunden über die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsort sowie seine Aufgabe informiert. In der Realität ist niemandem geholfen, wenn ein Mitarbeiter von Jobbull einen Arbeitseinsatz widerwillig antritt. Insofern zwingen wir keinen Mitarbeiter, einen Arbeitseinsatz anzutreten, weshalb im Umkehrschluss eine Arbeit dann auch nicht von Dritten als "mies" bezeichnet werden darf, wenn sie ein Mitarbeiter von Jobbull freiwillig verrichtet und dafür auch noch ordentlich entlohnt wird.
Womit wir auch schon beim Thema "kein Urlaub seit Jahren, weil kein Geld / EUR 950,- netto / Schlechterbezahlung / etc." wären: Genau genommen sind es gerade die besseren Verdienstmöglichkeiten, die motivieren, in der Zeitarbeitsbranche zu arbeiten. Die Kritiker unserer Dienstleistung mögen uns auch nur einen Grund nennen, warum ein Facharbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung bei einer Leiharbeitsfirma arbeiten sollte, wenn er doch - laut Aussage der Kritiker - bei einem "regulären Arbeitgeber" (?) mehr verdienen würde. Dem ist nämlich genau nicht so. Warum? Sie werden verstehen, dass wir an dieser Stelle schon aus Datenschutzgründen keine Zahlen nennen werden, noch verraten werden, aus welchen Komponenten sich der Nettolohn unserer Mitarbeiter zusammen setzt. Doch so viel sei gesagt, kein Mensch würde für EUR 950,- netto im Monat für Jobbull arbeiten. Und doch tun es zahlreiche Mitarbeiter. Wenn nun folglich das Entgelt die wesentliche Motivation eines Erwerbstätigen ist, so kann dieses nicht so schlecht sein bei Jobbull.
Betreffend des Urlaubes ist zu sagen, dass zunächst einmal all jene Mitarbeiter der Firma Jobbull, welche im Baugewerbe arbeiten, ihr Urlaubsgeld von der BUAK erhalten. Die Firma Jobbull informiert von sich aus - ohne dies zu müssen - ihre Mitarbeiter über die offenen Urlaubstage, die Anwartschaftswochen sowie die Höhe des Urlaubsgeldes. Weiters gibt es ja in Österreich ein 13. und 14.Monatsgehalt entgegen der Situation bei unseren Deutschen Nachbarn. Wer nun für 12 Monate arbeiten 14 Gehälter erhält und, falls er - aus welchen Gründen auch immer - seinen Urlaub nicht konsumiert hat, auch noch eine Urlaubsentschädigung ausbezahlt bekommt, dann noch immer kein Geld für seinen Urlaub hat, der sollte auch mal seine Finanzgebarung durchleuchten, soziale Härtefälle an dieser Stelle bitte ausgeklammert.
Zur "Subvention durch Steuerzahler": Dazu sei zunächst gesagt, dass die Zeitarbeitsbranche - nach Rechercheergebnissen von Jobbull - nicht der Erfinder von HartzIV ist. Über die Sinnhaftigkeit von HartzIV können und wollen wir uns hier nicht äussern. Für unsere Mitarbeiter können wir nur soviel sagen, dass diese wohl über deren monatliche Abgaben - so wie auch die Firma Jobbull über deren monatliche Abgaben - eher als Mitfinanzierer von sozialen Auffangnetzen gesehen werden müssen, denn als deren Nutzniesser.
Zur "Altersarmut": Jobbull zahlt monatlich 1,53% des Bruttolohns eines jeden Mitarbeiters auf Grund gesetzlicher Bestimmung in eine Mitarbeitervorsorgekasse für die Abfertigung NEU seiner Mitarbeiter ein.
Zu den "schlimmen Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter" lt. Arbeiterkammer: Jede Marktforschungsstudie sollte bei der Angabe von Ergebnissen auch die Größe der Stichprobe angeben. Wieviele Leiharbeiter wurden befragt? Wie definiert sich "Salzburger Leiharbeiter"? Stellt die Stichprobe eine repräsentative Abbildung der Salzburger Leiharbeitsbranche dar? Jobbull würde sich schon erwarten, dass der Veröffentlicher von "Forschungsergebnissen" zumindest die Grundregeln der Marktforschung einhält. Anmerkung: Mag. Tobias Watzek, Geschäftsführer der Jobbull Personalleasing GmbH, ist Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien mit Schwerpunkt Marktforschung. Die im Bericht genannte Arbeiterkammer-Expertin dürfte wohl - wie auch dort geschrieben - tatsächlich eine Expertin für die Arbeiterkammer sein und wohl eher nicht für die Zeitarbeitsbranche. Betreffend der "Unsicherheit als größte Belastung der Leiharbeiter" sei gesagt, dass alle Mitarbeiter der Jobbull in einem voll sozialversicherten und unbefristeten Dienstverhältnis stehen mit 14.Gehältern und 25 Tagen Urlaub, sich also betreffend "Sicherheit" in nichts von Dienstnehmern in - den so heroisch bezeichneten - "regulären Dienstverhältnissen" unterscheiden, ausser dass sie oft für gleiche Arbeit mehr bezahlt bekommen. Zu den "nicht eingehaltenen rechtlichen Bestimmungen" wollen wir nur soviel sagen: Der Rechtsstaat Österreich bietet jedem Bürger ausreichend Instrumente, sich gegen ihm widerfahrende Verletzungen von Gesetzen zur Wehr zu setzen. Es wundert, wenn ein Gewerkschafter "schockiert" ist, dass rechtliche Bestimmungen nicht eingehalten werden, erfolgt ja gerade seitens der Gewerkschaft sowie gewerkschaftsnahen Institutionen regelmäßig eine sehr intensive Betreuung von Arbeitnehmern, dass diese nur ja genau wissen, was ihre Rechte sind.
Anmerkung: Sollte sich irgendjemand aufgrund unserer Ausführungen persönlich angegriffen oder gar beleidigt fühlen, wollen wir uns an dieser Stelle dafür entschuldigen. |
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